BBST. ist ein visuelles Labor an der Schnittstelle von Informationsdesign, digitaler Ästhetik und Subkultur.

Hinter dem Projekt steht Benjamin B. Stöß — Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln, über viele Jahre geprägt durch die Arbeit im visuellen Journalismus. In dieser Zeit entstand ein Verständnis von Gestaltung, das auf Klarheit, Struktur und die visuelle Übersetzung komplexer Zusammenhänge setzt.

Dieses Projekt löst sich bewusst von diesem Rahmen. Hier werden die Werkzeuge des Informationsdesigns auf offene Fragen angewandt: Statt Komplexität zu vereinfachen, wird sie zum Ausgangspunkt der Erkundung. Die Arbeiten setzen dort an, wo Information ins Rauschen übergeht — wo digitale Präzision auf analoge Unschärfe trifft, wo die Maschine den Menschen spiegelt. Information wird zur Störung, das System zum Ausgangspunkt für etwas, das sich nicht mehr kontrollieren lässt. Der Fehler wird zur Methode.

Geprägt von elektronischer Musik, Videospielkultur und generativer Ästhetik bewegen sich die Arbeiten zwischen Kontrolle und Zufall, zwischen Datenlogik und visueller Intuition — Versuche, die Ästhetik einer vernetzten, fragmentierten Gegenwart in Bilder zu fassen.

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