
Die Idee, ein eigenes Tag zu haben, fand ich schon immer spannend. Es hat etwas von einer geheimen Identität – wie bei Superhelden – unter der man alles Mögliche machen kann, ohne sich sofort erklären zu müssen. Ein Kürzel, das gleichzeitig schützt und Raum gibt, sich kreativ auszutoben.
Das Tag BOŞ ist allerdings eher zufällig entstanden. Ausgesprochen wie „Bosch“, bedeutet es auf Türkisch „leer“ – was dem Ganzen im Nachhinein eine fast schon poetische Ebene verleiht. Leer als Ausgangspunkt, als offene Fläche, auf der alles entstehen kann.
Als Nächstes habe ich ausprobiert, wie BOŞ visuell funktionieren kann. Ich habe mit verschiedenen Schriftbildern, Strichstärken und Formen getestet, bis die kantige Version mit dem gelben Kreis entstanden ist. Der Kreis bildet eine einfache, klare Fläche, auf der das Tag gut lesbar bleibt – egal ob digital, auf Papier oder als kleiner Druck.
Relativ schnell habe ich daraus Aufkleber gemacht. Das war für mich der Einstieg ins Thema Sticker: Welche Größe funktioniert? Wie wirkt BOŞ auf unterschiedlichen Untergründen? Wo platziert man so etwas überhaupt? Durch diese Experimente habe ich gemerkt, dass Aufkleber ein ziemlich flexibles Format sind – klein, mobil und ideal, um ein Tag wie BOŞ im Alltag auftauchen zu lassen.
